|
Sprichwörtlich aus allen Nähten platzte der
Schulungsraum des Gerätehauses in Oberwürzbach, nachdem Oberbürgermeister Georg Jung zur Jahreshauptversammlung im Löschbezirk geladen
hatte. In diesem Jahr lud der Chef der St. Ingberter Wehr persönlich ein, da nach sechs Jahren die Neuwahlen der Löschbezirksführung
anstanden.
So konnte Löschbezirksführer Herbert Schmitt
neben Oberbürgermeister Georg Jung, Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner, Philipp Burgard als 1. Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes
Saarpfalz e.V., Wehrführer Timo Meyer nebst Stellvertreter Peter Fettig, Ehrenwehrführer Hans-Jürgen Bartels, Georg Sailer als Spitze
der Alterskameraden, Abteilungsleiter Michael Quiring und Sachbearbeiter Hans-Josef Weber auch den Ehrenlöschbezirksführer Peter Degel
sowie den Ortsvorsteher Heinz Hambach begrüßen.
Was noch niemand wusste, es wurde die längste
Jahreshauptversammlung seit Jahren. Mit dazu beigetragen hatte Herbert Schmitt persönlich, als er den Anwesenden die Aktivitäten des
Löschbezirks in einem mehr als eine halbe Stunde andauernden Jahresbericht präsentierte.
So schlugen im vergangenen Jahr bei den
Aktiven über 1000 Übungsstunden zu buche, bei 31 Einsätzen konnten zwei Personen gerettet werden. Der überwiegende Teil davon waren
Einsätze im Bereich der Technischen Hilfe. Sehr gut ist der Ausbildungsstand der 31 aktiven Mitglieder. So wurden im letzten Jahr
insgesamt 23 Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule sowie auf Kreis- und Stadtebene besucht.
Löschbezirksführer Schmitt lobte auch die
ortsansässige Schlosserei G.Becker GmbH, in deren Halle 8 Kameraden in 84 Stunden das Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug umgebaut
hatten. Nahezu alle Vereine des Ortes profitierten im abgelaufenen Jahr von der Feuerwehr, und auch 2007 soll es so weitergehen.
OB Georg Jung sprach in seinen Grußworten
erstmals nicht über die Feuerwehr, sondern erläuterte den Anwesenden die Ziele und Veränderungen von St. Ingbert in den nächsten
Jahren. KBI Uwe Wagner bezeichnete die Mitgliederzahlen als typisch für einen Ort dieser Größe: Ein konstanter aktiver Bereich, aber
eine nachlassende Jugendfeuerwehr. Mit Senkung des Eintrittsalters auf 8 Jahre soll diesem Trend endgegengewirkt werden. Die Führung
von 3 Generationen an Jugendlichen wird aber sicherlich nicht einfach. Der 1. Vorsitzende des KFV Saarpfalz e.V., Philipp Burgard,
nutzte seinen Antrittsbesuch im Löschbezirk zur Vorstellung der aktuellen Verbandsarbeit. So besuchten im Jahr 2006 auch Angehörige von
Oberwürzbach das Fahrsicherheitstraining mit Feuerwehrfahrzeugen. Wehrführer Timo Meyer stellte einen Ersatz für das 24 Jahre alte
Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug in 2 bis 4 Jahren in Aussicht.
|